Zusatzversorgung der Bauwirtschaft wird 60 Jahre alt


Sehr gute Zahlen konnte SOKA-BAU anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Zusatzversorgung der Bauwirtschaft nun auf ihrer Haupt- und Mitgliederversammlung präsentieren.

SOKA-BAU, der Träger der Sozialkassen in der deutschen Bauwirtschaft, hat nun den 60. Gründungstag ihrer Zusatzversorgung gefeiert. 1957 wurde diese Kasse eingeführt, um bessere Renten für Beschäftigte in der Branche sicherzustellen. Anlässlich des Jubiläums, das man auf der Haupt- und Mitgliederversammlung feierte, präsentierte SOKA-BAU prächtige Zahlen aus dem abgelaufenen Jahr.

Höhere Löhne, mehr Mitarbeiter

So stieg die Bilanzsumme in allen Kassen auf 8,1 Milliarden Euro, davon 5,9 Milliarden Euro in der Zusatzversorgung und 2,2 Milliarden Euro in der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft. Auch stieg die Bruttolohnsumme in Deutschland, also alle gezahlten Löhne in den über 76.000 Unternehmen der Bauwirtschaft, um starke fünf Prozent auf über 16 Milliarden Euro. Dazu kamen noch einmal 700 Millionen Euro, die ausländische Unternehmen an ihre entsendeten Mitarbeiter in Deutschland zahlten.

Insgesamt seien die höheren Lohnsummen auf die steigenden Beschäftigungszahlen zurückzuführen, informiert SOKA-BAU. Im vergangenen Jahr waren 720.000 inländische (plus 3,9 Prozent) und 85.000 Entsendearbeitnehmer (plus 5 Prozent) gemeldet. Darüber hinaus gab es in deutschen Baubetrieben 37.000 Auszubildende (plus 3,1 Prozent), die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse stieg sogar um 7,4 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr. Außerdem gab es 1,1 Prozent mehr Ausbildungsbetriebe, mittlerweile bilden mehr als 15.000 Unternehmen in der Branche aus.

Urlaubsansprüche, Berufsausbildung und Altersversorgung

Ausgezahlt werden die Beiträge zur SOKA-BAU sowohl an Unternehmen als auch an Arbeitnehmer. So verwaltet die Kasse beispielsweise das Urlaubsgeld aller deutschen Bau-Beschäftigten treuhänderisch. Weil Beschäftigte häufig nicht das volle Jahr bei einem Betrieb sind, könnten sie ohne diese Sicherung keine Urlaubsansprüche geltend machen. „Nach wie vor ist die bauspezifische Urlaubsregelung von großer Bedeutung, denn im vergangenen Jahr waren mehr als ein Drittel der inländischen Beschäftigten weniger als 6 Monate und mehr als die Hälfte der Beschäftigten weniger als 12 Monate durchgängig beschäftigt“, teilt die Sozialkasse mit.

Daneben fließen viele Gelder auch in die Berufsausbildung: 2017 zahlte SOKA-Bau rund 235 Millionen Euro für Ausbildungsvergütungen, etwa 105 Millionen Euro für die überbetriebliche Ausbildung und zehn Millionen Euro für Fahrtkosten. Außerdem bezogen 360.000 Rentner Leistungen aus der Rentenkasse, derzeit erhält ein Rentner aus diesem Topf durchschnittlich rund 20.000 Euro in seiner gesamten Rentenzeit.

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AUTOR
Benedikt Falz
VERÖFFENTLICHT AM
17.07.2018
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