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Zahl der Arbeitsunfälle am Bau bleibt stabil


Einen leichten Anstieg aller Arbeitsunfälle auf deutschen Baustellen meldet die Berufsgenossenschaft BAU (BG BAU) für das Jahr 2016. Alarmierend sei diese Zunahme aber nicht, da die Bautätigkeit im vergangenen Jahr insgesamt stark zugenommen habe, heißt es. Bei den Arbeitsunfällen pro 1.000 Personen konnte sogar ein leichter Rückgang festgestellt werden.

104.820 meldepflichtige Unfälle, und damit 2.487 mehr als in 2015 registrierte die Berufsgenossenschaft. Weil gleichzeitig die Beschäftigtenzahlen aber stiegen, lag die Zahl der Unfälle pro 1.000 Beschäftigte bei 55,29 – ein marginaler Rückgang um 0,36 Prozent im Gegensatz zu 2015. Die meisten dieser Unglücke waren Sturz- und Absturzunfälle, die 19,4 Prozent aller Unfälle und sogar 41 Prozent der tödlichen Unfälle auf Baustellen ausmachten. Insgesamt kamen 2016 73 Beschäftigte auf deutschen Baustellen ums Leben, das waren 13 weniger als 2015. Besonders Abstürze von Gerüsten, Dächern und Leitern sowie Stolper- und Rutschunfälle stellten sich als Ursachen heraus, „zudem geschahen viele Unfälle dadurch, dass Beschäftigte die Kontrolle über Maschinen, Handwerkzeuge, Transportmittel oder Ramm-Elemente verloren“, informiert die BG BAU.

„Ein wichtiges Mittel, um den Risiken mit wirksamen Maßnahmen begegnen zu können, sind die systematische Analyse der Unfallursachen sowie ausführliche Beratungsgespräche unserer Aufsichtspersonen auf den Baustellen“, kommentiert BG BAU-Hauptgeschäftsführer Klaus-Richard Bergmann die Zahlen. Seine Genossenschaft hat allein 2016 weit über 200.000 Betriebsbesichtigungen und zahlreiche Präventionsmaßnahmen durchgeführt und im Arbeitsprogramm „Organisation“ der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie mitgewirkt.

In Zukunft will die BG noch weitere Arten der Prävention nutzen und neue Perspektiven am Arbeitsschutz aufzeigen, denn die Zahl der Unfälle am Bau soll natürlich stetig sinken. So ist die Zahl der Unfälle pro 1.000 Arbeitnehmer in den letzten Jahren kaum noch gesunken, insgesamt entwickelt sie sich aber gut – zwischen 2007 und 2017 fiel die Anzahl von 66,60 auf 55,29.

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AUTOR
Benedikt Falz
VERÖFFENTLICHT AM
18.08.2017
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