Wird der Gips bald knapp?


Das Mineral Gips lässt sich sowohl aus natürlichen Vorkommen abbauen als auch chemisch gewinnen. Aus Letzterem könnten sich in Zukunft allerdings Engpässe ergeben.

Dass Gips in Zukunft „knapp und teuer“ wird, davon ist zumindest das Magazin „Der Spiegel“ überzeugt. Schuld daran sei vor allem ausgerechnet die Energiewende! Demnach werde mehr als die Hälfte des Gipsbedarfs in Deutschland aus Kohlekraftwerken gedeckt. Bei der Abgasreinigung entsteht nämlich Kalziumsulfat, sogenannter REA-Gips.

REA-Gips ist mit dem in der Natur vorkommenden Gips (Naturgips) chemisch identisch und wird aus den Abgasen von Rauchgasentschwefelungsanlagen („REA“) gewonnen. Das in den Abgasen enthaltene Schwefeldioxid reagiert dabei mit zusätzlich beigemischtem Kalkstein zu Gips.

Weniger Kraftwerke, weniger Gips

Werden nun im Zuge der Energiewende immer mehr Braunkohlekraftwerke abgeschaltet, wird dort auch kein Gips mehr produziert. Die Folge werde laut Auffassung des Spiegels ein enormer Preisanstieg sein. Erste Anzeichen hierfür seien bereits zu beobachten.

Gips kommt in vielen Produkten zum Einsatz, beispielsweise für Mauerputz, Trennwände aus Gipskarton oder zur Versorgung und Ruhigstellung gebrochener Gliedmaßen. Sogar als Lebensmittelzusatzstoff wird Gips verwendet.

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AUTOR
Jan Hell
VERÖFFENTLICHT AM
18.10.2018
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