Umbau auf energieneutrale Aufzugsanlagen


Thyssenkrupp stellte auf dem diesjährigen Energy Efficiency Global Forum ein neues Konzept vor, mit dem bestehende Anlagen künftig energieneutral betrieben werden können.

Rund 15 Jahre bleibt ein Aufzug im Durchschnitt im Betrieb. Zu den über zwölf Millionen bestehenden Anlagen kommen jährlich nur etwa sechs Prozent neue Anlagen hinzu. Insgesamt sind sie für bis zu zehn Prozent des Energieverbrauchs des jeweiligen Gebäudes verantwortlich. Eine hohe Energieeffizienz der bestehenden Aufzugsanlagen könnte demnach deutlich dazu beitragen, den allgemeinen Energieverbrauch von Gebäuden zu senken.

Aus diesem Grund hat Thyssenkrupp auf dem diesjährigen Energy Efficiency Global Forum ein Konzept für energieneutrale Aufzüge vorgestellt, welches sich auch auf bereits bestehende Anlagen anwenden lässt.

 

Mehr Strom erzeugen als verbrauchen

Aufzüge, die die kinetische Energie der Anlage in Strom umwandeln und in das Netzt des Gebäudes zurückspeisen, sind keine neue Erfindung. Bereits in das One World Trade Center hatte Thyssenkrupp ein Aufzugssystem dieser Art eingebaut. Die Aufzüge erzeugen dabei so viel Energie, dass das gesamte Gebäude damit beleuchtet werden kann.

Das neue Konzept geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter: Denn um energieneutrale Aufzugsanlagen realisieren zu können, muss die Energieeffizienz auch dann verbessert werden, wenn der Aufzug steht – was in bis zu 70 Prozent seiner Lebenszeit der Fall ist. Hierfür kommt eine neue Steuerungstechnologie zum Einsatz, die den Ruhezustands- und den Standby-Modus in stehenden Aufzugskabinen automatisch einleitet. Auf diese Weise lässt sich der Energiebedarf laut Unternehmen signifikant verringern. Der restliche benötigte Strom kann durch Solarmodule erzeugt werden, wodurch sich ein positiver Energiesaldo realisieren lässt. Das Aufzugssystem würde dann mehr Strom erzeugen als verbrauchen.

 

Schlüssel zur energieeffizienten Zukunft

In einer Pressemeldung sagt Andreas Schierenbeck, CEO bei Thyssenkrupp Elevator, dazu: „Aufzüge finden in unseren Gebäuden oft wenig Beachtung, dennoch sind sie der Schlüssel zu einer energieeffizienteren Zukunft unserer Städte. Wir freuen uns sehr, heute ein neues Konzept vorstellen zu können, das diese Vision Wirklichkeit werden lässt und den Weg für intelligente und nachhaltige Innovationen bereitet.“

So habe das neue Konzept bereits umfangreiche und gründliche Tests durchlaufen. Als Teil eines unabhängigen Validierungsprojektes mit dem Fraunhofer USA Center for Sustainable Energy Systems wurde es beispielsweise in einem über 100 Jahre alten Gebäude eingebaut.

„Wenn wir internationale Nachhaltigkeitsziele erreichen und somit letzten Endes die Ressourcen unseres Planeten schützen wollen, müssen Regierungen und Unternehmen zusammenarbeiten und innovative technologische Lösungen nutzen. Nur so können wir wirkliche Energieeinsparungen erreichen. Wir bei Thyssenkrupp entwickeln unsere Technologien und Lösungen stetig weiter, um aktuellen und künftigen Ansprüchen an urbane Mobilität gerecht zu werden“, so Schierenbeck.

Nach eigenen Aussagen sei das energieneutrale Aufzugskonzept Teil von Thyssenkrupps längerfristigem Ziel, smarte Produkte und Dienstleistungen anzubieten, um urbane Mobilität und Energieeinsparungen voranzubringen.

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AUTOR
Jan Hell
VERÖFFENTLICHT AM
13.12.2017
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