Helden am Bau
Deine baustellen. Deine infos. DEINE REGION.

Solarstrombranche erlebt Rekordzuwachs von 75 Prozent


Gute Nachrichten für die deutsche Solarindustrie: Nachdem der Zubau an neuen Solarmodulen im ersten Halbjahr 2016 bei nur 515 Megawatt deutschlandweit lag, wuchs diese Zahl in den ersten sechs Monaten 2017 um enorme 75 Prozent auf 900 Megawatt Zubau-Leistung. Die Bundesrepublik ist damit Teil eines weltweiten Photovoltaik-Booms, der vor allem durch stark sinkende Anschaffungskosten befeuert wird.

Der starke Anstieg in Deutschland ist nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) ebenfalls auf die niedrigen Investitionskosten zurückzuführen, die besonders mittelständische Unternehmen genutzt hätten. „Doch auch ein Drittel mehr Eigenheimbesitzer setzte im ersten Halbjahr auf die kostenlose Kraft der Sonne“, berichtet der BSW-Solar in einer Pressemitteilung. Weltweit lag der Zubau im vergangenen Jahr bei 75 Gigawatt, was eine Steigerung um circa 50 Prozent im Vergleich zu 2015 bedeutete. Damit werden durchschnittlich jede Minute 574 neue Solarmodule weltweit installiert, nach Prognosen des Bundesverbandes ist für 2020 sogar ein jährlicher Zubau von 100 Gigawatt denkbar.

Der deutschlandweite Boom genügt dem BSW-Solar aber noch nicht, da der wachsende Ökoenergiebedarf immer noch nicht gedeckt werde. Von der nächsten Bundesregierung erwarten die Verbandsvertreter deshalb eine Heraufsetzung der Photovoltaik-Ausbauziele, weniger Investitionsbarrieren und eine Erhöhung der Ausschreibungsvolumina von Photovoltaikanlagen im Kraftwerksmaßstab um mindestens das Dreifache. „Bei Solarstrompreisen ab fünf Cent je Kilowattstunde gibt es keinen Grund mehr, Solarenergie weiterhin zu deckeln“, erklärt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Teilen

AUTOR
Benedikt Falz
VERÖFFENTLICHT AM
23.08.2017
Das könnte Sie auch interessieren
Interesse an weiteren Neuigkeiten, passend zu Ihrem Gewerk?