Helden am Bau
Deine baustellen. Deine infos. DEINE REGION.

Politiker in Hessen und Thüringen greifen zur Schaufel


Ganz nah an die praktische Arbeit der Landschafts- und Gartenbauer kommen im Moment viele Politiker in Hessen und Thüringen. Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. (FGL HT) organisiert in den aktuellen Sommerferien das „Politikerpraktikum GaLaBau in Politik & Praxis“, bei dem Bundestagsabgeordnete bei einem Fachbetrieb in ihrem Wahlkreis mit anpacken können.

Zwischen Juni und August findet die Aktion statt, mit der der Fachverband auf die Sorgen und Wünsche seiner Branche aufmerksam machen will – natürlich besonders im Wahljahr 2017. „Für die Aktion hoffen wir nicht nur auf zahlreiche positive Rückmeldungen der Politiker, sondern auch auf großen Zuspruch durch die lokalen Medien“, erklärt der FGL HT die Aktion auf seiner Website. Das Projekt scheint bislang recht gut zu laufen, wurde es doch allein in den beiden Bundesländern, in denen es als einziges angeboten wird, schon von rund einem Dutzend Politikern angenommen.

Durch die Aufgaben im eintägigen Praktikum sollen die Politiker auch die Bedeutung von Stadtgrün und dessen Pflege erfahren, denn der FGL und sein Dachverband, der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), haben den Ausbau von städtischen Grünanlagen als eines ihrer Hauptziele ausgegeben. „Auch bei den nächsten Koalitionsverhandlungen soll Grün in die Stadt zum Tragen kommen, so dass innerhalb der Städtebauförderung eine Realisierung möglich wird“, bekräftige BGL-Vizepräsident Eiko Leitsch aus dem hessischen Naumburg diese Forderung. In seinem eigenen Gartenbaubetrieb war Anfang August der SPD-Bundestagskandidat Jan Deboy als Praktikant in der Baumpflege zu Gast.

Neben den Forderungen zu mehr Stadtgrün besprachen die beiden auch Arbeitszeitmodelle und Rentenpläne. „Ich habe größten Respekt vor den Menschen, die so viel anspruchsvolle Arbeit leisten, die man sicher nicht bis 67 machen kann. Ein Blick in den Alltag der Baumpflege und den Landschaftsbau reicht, um zu wissen, dass die oft diskutierte Rente mit 70 Jahren, und auch schon die mit 67 Jahren, kaum möglich ist“, gab Deboy zu Protokoll.

Teilen

AUTOR
Benedikt Falz
VERÖFFENTLICHT AM
22.08.2017
Das könnte Sie auch interessieren