Neue Richtwerte für Innenraumluft


Je mehr Stickoxide, desto schlechter die Luft. Verursacht werden sie zum Beispiel durch brennende Kerzen und Gasöfen. Neue Richtwerte sollen bei der Einschätzung helfen.

Im Mai 2019 werden aktualisierte Richtwerte für die Qualität der Innenraumluft veröffentlicht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, in der sich die Partei nach der Qualität der Luft in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten oder Krankenhäusern erkundigt. Im Mai erscheint das Bundesgesundheitsblatt, in dem der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) die neuen Werte bekanntgeben will. Wie und wo die jeweiligen Messungen für die Überprüfung der Luftqualität durchgeführt werden sollten, steht in der VDI-Richtlinie 4300.

Im Jahr 1998 wurden erstmals Richtwerte für Stickstoffoxid abgeleitet. Im Dezember 2018 wurden sie bereits vom AIR beim Umweltbundesamt aktualisiert. So gilt beispielsweise eine Konzentration von 250 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft bereits als Gefahrenwert, bei der dringende Handlungen empfohlen werden. Als Vorsorgewert, bei dem bereits gewisse Maßnahmen ergriffen werden sollten, gelten 80 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Einen Langzeitrichtwert hat der AIR nicht abgeleitet. Der Ausschuss verweist aber auf die Einhaltung des Richtwertes der Weltgesundheitsorganisation von durchschnittlich 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid per Kubikmeter Luft, gemessen in einem Jahr. Keiner der Richtwerte stellt einen Grenzwert dar und auch eine Überwachungspflicht gibt es bisher in Deutschland nicht.

Diesen Artikel weiterempfehlen

AUTOR
Jacqueline Segeth
VERÖFFENTLICHT AM
25.03.2019
Das könnte Sie auch interessieren
Optimierung des 3-D-Drucks für die Baustelle

Neues vom Bau 19 Apr 2019 Bauwirtschaft,...
Gerüstarbeiten

AUFTRAGSCHANCE 18 Apr 2019 Traunstein
Stärkeres Vorgehen gegen Schwarzarbeit

Neues vom Bau 19 Apr 2019 Architektur- und Planungsthemen,...
Interesse an weiteren Neuigkeiten, passend zu Ihrem Gewerk?