Datenschutz im Handwerk oftmals übertrieben


Seit Einführung der DSGVO müssen Handwerksbetriebe oftmals Verträge zur Auftragsverarbeitung unterzeichnen – datenschutzrechtlich unnötig, wie der ZDH nun klarstellt.

Mit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden Handwerksbetriebe immer häufiger von Hausverwaltungen oder Generalunternehmern dazu aufgefordert, Auftragsverarbeitungs-Verträge zu unterschreiben. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erklärte nun, dass diese Praxis datenschutzrechtlich weder nötig noch sachgerecht sei.

Handwerksbetriebe, die für eine Hausverwaltung oder als Subunternehmer für einen Generalunternehmer tätig werden, übernehmen hierbei in aller Regel keine klassische Auftragsverarbeitung. Zwar erhalten die Handwerksbetriebe auch in diesen Fällen alle relevanten Kundendaten ausgehändigt, doch anders als zum Beispiel bei Anbietern von Websites oder Cloud-Lösungen – wo die DSGVO besonders zum Tragen kommt – sind die Kundendaten kein wesentlicher Gegenstand des eigentlichen Werkvertrags. Die Kundendaten sind nur nötig, um den eigentlichen handwerklichen Auftrag erfüllen zu können. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist daher weder erforderlich noch sachgerecht.

Für weitere Informationen zum Thema Datenschutz für Handwerker, bietet der ZDH einen kostenlosen Leitfaden zum Download an.

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AUTOR
Jan Hell
VERÖFFENTLICHT AM
12.12.2018
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