co2online: Zwei Drittel der Solarthermie-Anlagen ineffizient


Nach Berechnungen des Portals co2online verschenken zwei Drittel der Solarthermie-Anlagen in Deutschland viel Energie, insgesamt 1,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr.

Die Solaranlage auf dem Dach produziert warmes Wasser für das Haus, also ist alles bestens? Mitnichten, meint das Online-Portal co2online, das Hausbesitzer bei der Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen unterstützt. Nach Einschätzung der Energieexperten werden zwei Drittel der deutschen Solarthermie-Anlagen ineffizient betrieben.

Errechnet hat das Portal diese Zahlen in einem Praxistest, außerdem nutzten die Energieberater eine Auswertung der Verbraucherzentrale Energieberatung. Zusammen kamen sie zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel der deutschlandweit 2,3 Millionen Solarthermie-Anlagen optimiert werden müssten. Insgesamt würden Einnahmen von 66 Millionen Euro damit verschenkt, glaubt co2online. Hier gehe das Potential von rund 1,4 Milliarden Kilowattstunden Wärme pro Jahr verloren, womit man eine Stadt mit 200.000 Einwohnern beheizen und 340.000 Tonnen Co2 einsparen könnte.

Tipps zur Optimierung der Anlagen

„Optimierung im Bestand ist der Hidden Champion der Energiewende. Die Potenziale liegen auf dem Dach, ohne dass die Besitzer es wissen. Nachbesserungen können sofort angegangen werden und sind oft hoch wirtschaftlich. Jetzt müssen wir es nur noch machen“, meint Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

Was also tun? Zunächst einmal empfiehlt co2online, Heizung und Anlage nur an kalten Tagen laufen zu lassen. Im Sommer dagegen nützten sie dem Hausbesitzer nichts, sind aber trotzdem aktiv und verbrauchen weiterhin Strom. Eine funktionierende Anlage sollte außerdem vom Fachmann, also einem SHK-Spezialisten, auf die Nutzungsgewohnheiten und den Standort eingestellt sein. Dabei müssen sowohl die Solaranlage als auch die Heizung perfekt miteinander arbeiten. Daneben raten die Energieexperten zur regelmäßigen Wartung aller Bestandteile, um ein langfristiges Funktionieren sicherzustellen.

Während viele dieser Punkte von Handwerkern übernommen werden sollten, kann der Besitzer ebenfalls etwas für die Effizienz seiner Anlage tun: regelmäßig Erträge und Einsparungen kontrollieren. Wenn kaum Leistung von der Anlage kommt oder die Heizkosten trotz der kostenlosen Sonnenenergie nicht sinken, ist etwas nicht in Ordnung. Zuletzt steigt die Effizienz der Anlage auch dadurch, dass man Spül- und Waschmaschine an das System anschließt, wodurch hier weitere Stromkosten eingespart werden können.

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AUTOR
Benedikt Falz
VERÖFFENTLICHT AM
02.07.2018
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