Damit auch in Zukunft das Arbeiten auf der Baustelle ohne hohes Infektionsrisiko möglich bleibt, empfehlen sich ein paar grundlegende Maßnahmen.

„Gerade jetzt müssen sich die Beteiligten auf den Baustellen der Gefahr bewusst sein und Verantwortung übernehmen”, appelliert Bernhard Arenz, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) in einem aktuellen Interview. „Im Herbst und Winter darf im Arbeits- und Infektionsschutz nicht nachgelassen werden“. Dazu müssen auf jeden Fall die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) beachtet werden. Zudem ist das regelmäßige Lüften, auch in den kalten Wintermonaten, dringend erforderlich. Ventilatoren und Heizlüfter stellen dafür keinen Ersatz dar, denn es geht darum, frische Luft, die nicht mit Aerosolen belastet ist, in den Raum zu lassen. An der Arbeitsstätte wird empfohlen, einmal die Stunde zu lüften, in Besprechungsräumen alle 20 Minuten. Besonders in Pausenräumen kommen Menschen eng zusammen. Aber hier muss nicht zwangsläufig während der ganzen Pause das Fenster geöffnet bleiben. Es reicht, zehn Minuten vor Beginn der Pause alle Fenster zu öffnen und im Anschluss an die Pause wieder. Auch auf den Baustellen sollte das regelmäßige Lüften unproblematisch umsetzbar sein. Zudem darf der Mindestabstand nicht vergessen werden. All diese Methoden sind nicht mit Mehrkosten verbunden und haben ihre Effizienz bewiesen. Und auch andere, kostenlose Maßnahmen helfen im Kampf gegen das Virus. So empfiehlt es sich, die Arbeitnehmer in feste Teams einzuteilen, die über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten.