Die EU-Kommission hat am 14. Oktober die Pläne zur Renovierungswelle vorgestellt. Das Baugewerbe fordert mehr Anreize für die Gebäudesanierungen.

„Es ist richtig, dass die EU-Kommission den Gebäudesektor ins Zentrum der Debatte um ein klimaneutrales Europa bis 2050 rückt“, lobt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. „Eine höhere Sanierungsquote im Gebäudebestand wird einen wichtigen Beitrag leisten, damit Europa langfristig seine Klimaziele erreicht. Wir begrüßen daher, dass die Kommission mit weiteren Investitionsmitteln die Gebäudesanierung ankurbeln will.“

Allerdings warnt er, dass die besten Vorsätze nichts bringen, wenn sie praktisch nicht umsetzbar sind. Daher müssen die Anforderungen an die energetische Modernisierung sowohl praxistauglich, als auch wirtschaftlich sein. Durch überzogene Auflagen würde die Nachfrage gehemmt, weshalb sich bei der Entwicklung der Mindeststandards an der tatsächlichen Baupraxis zu orientieren sei. Auch die Bereitstellung der Mittel muss auf die bereits bestehenden Förderkulissen in den Mitgliedsstaaten angepasst sein.