Öffentliche Gebäude sind geschlossen, doch das kann nicht ewig so weitergehen. Die TU Braunschweig sucht nach Maßnahmen gegen die Ausbreitung.

Im Rahmen des Projektes „SAVE – Effektive Strategien zur Kontrolle und zum Umgang mit Ausbreitungswegen von Erregern zum Schutz kritischer Infrastrukturen“ forscht das Institut für Konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau (IKA) der Technischen Universität Braunschweig gemeinsam mit vier Partnern. Sie entwickeln technische Mockups (Lehrmodelle), um Ausbreitungswege von Erregern in kritischen Infrastrukturen zu kontrollieren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Einrichtungen, die zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und zur Vermeidung von Versorgungsengpässen notwendig sind. Das interdisziplinäre Forschungsteam betrachtet dabei die Bereiche Bauwesen, Materialforschung und technische Gebäudeausstattung sowie Hygiene. Ziel ist die Formulierung von Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten und die Benennung einheitlicher Planungsempfehlungen. Das Projekt wird im Rahmen der „Zukunft Bau“-Forschungsförderung gefördert. Bereits Anfang 2021 sollen erste Empfehlungen zur Prävention der Verbreitung von Infektionskrankheiten in Gebäuden veröffentlicht werden. 2022 sollen die Forschungsergebnisse dann in ein „Weißbuch zur baulichen Infektionsprävention kritischer Infrastruktur“ zusammengeführt werden.

Interessen:Bauwirtschaft