Das Projekt Berufsstart Bau” hilft benachteiligten jungen Menschen seit 2013, die notwendigen Kenntnisse zu erlangen, um reibungslos in eine Ausbildung zu starten.

Die Tarifparteien der Deutschen Bauwirtschaft, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und der Zentralverband der Deutschen Baugewerbes, werden das Projekt „Berufsstart Bau“ unbefristet fortsetzen. Seit dem Beginn des Projektes im Jahr 2013 haben bereits mehr als 2.000 Jugendliche an „Berufsstart Bau“ teilgenommen und so einen der 19 gewerblichen Bauberufe kennengelernt. Während des sechs- bis zwölfmonatigen Praktikums verbringen die Jugendlichen mindestens die Hälfte der Zeit in einem Baubetrieb. In der restlichen Zeit werden ihnen in einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum weitere Kenntnisse vermittelt, die sich am Stoff des ersten Lehrjahres orientieren. Bei Bedarf werden individuelle Förderpläne entwickelt, die den Jugendlichen helfen, ihre persönlichen Defizite auszugleichen, wie etwa Rechtschreib- oder Rechenprobleme. Auch Flüchtlinge haben von diesem Projekt profitiert. Sie konnten im Laufe des Praktikums ihre Sprachkenntnisse so weit verbessern, dass ihnen ein reibungsloser Einstieg in die Ausbildung möglich war. Grundsätzlich kann man sehen, dass die Abbruchquote der Ausbildung bei den Teilnehmern von „Berufsstart Bau“ geringer ist als bei Nichtteilnehmern. Gregor Asshoff und Dr. Gerhard Mudrack von der SOKA-BAU, die das Projekt organisatorisch und finanziell begleitet, sehen in ihm einen kleinen, aber wichtigen Baustein, um Fachkräftenachwuchs für die Baubranche zu finden. „Wir sind deshalb sehr froh, dass die drei Tarifpartner sich für die Fortführung des Projekts entschieden und damit ein wichtiges Zeichen gesetzt haben“, betonen sie.