Wer seine Dachflächen nutzen will, hat sich für Begrünung oder Solar zu entscheiden – oder etwa nicht? Der Bundesverband GebäudeGrün will diese Wissenslücke schließen.

Meistens wird davon ausgegangen, dass es sich bei der Nutzung von Dachflächen um eine entweder/oder-Frage handelt. Dass Dachbegrünung und Solar (Photovoltaik oder Solarthermie) kombinierbar sind, scheint selten bekannt zu sein. Aus diesem Grund hat der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) eine umfassende Fachinformation „Solar-Gründach“ verfasst, in der eine nachhaltige Umsetzung von Solar-Gründächern erläutert wird.

Die wichtigsten Aspekte bei der Kombination

Um eine Verschattung der Solarmodule zu vermeiden, sollte ein Mindestabstand der Solarmodule zum Substrat von 20 bis 30 Zentimetern eingehalten werden. Um die Instandhaltung der Module so einfach wie möglich zu gestalten, empfiehlt sich ein Abstand von mindestens 80 Zentimetern zwischen den einzelnen Modulen oder Modulreihen. Grundsätzlich müssen Solar-Gründächer regelmäßig und fachgerecht gepflegt und gewartet werden. Auflastgehaltene Solar-Gründächer sind zu bevorzugen, da bei diesen nicht in die Dachkonstruktion und Dachabdichtung eingegriffen werden muss.