Die zu Jahresbeginn verbesserten Förderkonditionen für Solarwärme-Anlagen im Rahmen des neu aufgelegten Marktanreizprogramms (MAP) zeigen Wirkung.

Im ersten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 26.991 Anträge gestellt, das sind mehr als 200 Prozent im Vergleich zum gesamten Jahr 2019. Im ersten Halbjahr 2019 wurden lediglich 8.700 Anträge gestellt. „Statt einer Corona-Delle erleben wir eine Investitionswelle. Die verstärkte Klimadebatte der letzten Jahre, deutlich verbesserte Fördersätze und die im kommenden Jahr erwartete Einführung eines jährlich steigenden CO₂-Prei­ses auf fossile Brennstoffe zeigen Wirkung“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Solarkollektor-Hersteller haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Umsatzwachstum von rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erlebt. Besonders positive Zahlen wurden im Monat Juni geschrieben, in dem 40 Prozent mehr umgesetzt wurde als im Juni 2019. Auch die Geschäftslage hellt sich merklich auf. Seit 2005 wird vierteljährlich der BSW-Geschäftsklimaindex erhoben. Dieser kletterte nun auf den höchsten Stand seit mehr als 10 Jahren.

Förderprogramm wurde aufgestockt

Einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft co2online zufolge beabsichtigen 43 Prozent der Befragten bei einer Gebäudeinvestition eine Heizungssanierung. Aus diesem Grund wird auch weiterhin mit einer guten Auslastung der Mitgliedsunternehmen gerechnet. Zudem hat sich der Bundesverband mit Erfolg dafür eingesetzt, dass die Haushaltsmittel für das MAP-Förderprogramm im Zuge des 2. Nachtragshaushalts um weitere 300 Millionen Euro aufgestockt wurden.