In einer Aufstellung der 100 Baukonzerne mit dem höchsten Einkommen in 2019 stammen die meisten Unternehmen aus China. Aus Deutschland kommt nur ein Unternehmen.

Um insgesamt fünf Prozent konnte die globale Bauwirtschaft ihren Umsatz im Jahr 2019 steigern. Den größten Beitrag dazu hat wohl China geleistet. So sind chinesische Unternehmen für rund 44 Prozent der globalen Erlöse verantwortlich. Und auch in den Top-100 der weltweiten Bauunternehmen belegen die Chinesen die ersten vier Plätze. Mit mehr als 200 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2019 belegt das chinesische Unternehmen China State Construction Engineering Corporation (CSCEC) den ersten Platz – und das mit großem Abstand zur Konkurrenz. Platz 2 und 3 belegten die China Railway Group Ltd. (CREC) und China Railway Construction Corp. Ltd (CRCC) mit jeweils etwas über 120 Milliarden US-Dollar. Das geht aus der aktuellen Untersuchung „Global Power of Construction“ der Deloitte Unternehmensberatung hervor.

Europäische Baukonzerne können kaum mithalten

Erst auf Platz 5 folgte in dem Ranking das erste europäische Unternehmen: Vinci aus Frankreich erwirtschaftete gut 53 Milliarden US-Dollar. Das ist immer noch weit vom vierten Platz entfernt, den das chinesische Unternehmen China Communications Group Ltd. mit 80 Milliarden US-Dollar Umsatz belegt. Nur einen der 100 Plätze belegt ein deutsches Unternehmen. Die oberbayerische Bauer AG liegt mit 1,65 Milliarden US-Dollar Umsatz dennoch weit hinter den Konkurrenten. Große deutsche Unternehmen wie Hochtief, Strabag und Ed. Züblin werden nicht aufgelistet, da es sich hierbei um Tochtergesellschaften von anderen europäischen Konzernen handelt. Die österreichische Strabag-Gruppe allerdings hat es im Ranking immerhin auf Platz 22 geschafft. Geht es um Umsatzanstiege, liegt aber ausnahmsweise nicht China vorn. So steigerten vor allem die hinteren Plätze des Rankings ihre Umsätze beträchtlich. Die US-amerikanische Infrastructure & Energy Alternatives Inc. steigerte ihren Umsatz vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 um 87 Prozent. Der griechische Baukonzern Ellaktor SA kam auf 35 Prozent und das türkische Bauunternehmen Enka Insaat Ve Sanayi AS auf 34 Prozent.

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