Vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes zeigen: Die Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr ging in Deutschland um 16,7 Prozent zurück.

Somit wirkt sich die Corona-Krise auch auf den Strommarkt aus. Der Strombedarf im April ist im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Prozent auf 36,2 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Konventionelle Energieträger, wie zum Beispiel Kohle und Gas, verlieren dabei aber weiterhin an Bedeutung. So haben diese insgesamt 33,7 Prozent weniger zum Endergebnis beigetragen als im Vorjahr, während im gleichen Zeitraum 4,7 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wurde. Vor allem die Stromeinspeisung aus Kohle ging mit einem Minus von 53,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Der Anteil erneuerbarer Energien an der insgesamt eingespeisten Strommenge stieg im Vergleich von 44,2 im April 2019 auf 55,6 Prozent im April 2020. Die Windkraft hat mit einem Gesamtanteil von 24,2 Prozent somit die Nase vorn, Photovoltaik folgt mit 17,2 Prozent. Damit überholt letztere erstmals den Anteil von Kohlestrom, der im April 2020 nur einen Anteil von 16,9 Prozent erreichte.