Es klingt wie ein Scherz, doch wenn es sehr sonnig ist, sollte man solarthermische Anlagen auf dem Dach zeitweise vor Sonneneinstrahlung schützen.

Dies ist wichtig, um Schäden an der Anlage und am Haus zu vermeiden. Denn wenn der Pufferspeicher die Maximaltemperatur erreicht hat, kann die Wärme aus den Kollektoren nicht mehr aufgenommen werden. Diese heizen sich dann auf über 100 Grad Celsius auf, was sie sehr belastet. So werden etwa Dichtungen porös und die Trägerflüssigkeit zersetzt sich. Durch diese schnellere Alterung der Anlage erhöhen sich die Instandhaltungskosten, was die Amortisationszeit deutlich verlängert. Auch an Rohrleitungen drohen Schäden durch das heiße Wasser.

Rollläden schützen die Anlage vor Schäden

Die meisten Solarthermie-Anlagen sind so ausgelegt, dass sie in den Übergangszeiten, also Frühling und Herbst, ausreichend Wärme produzieren, um das Brauchwasser zu erwärmen. Für den Sommer sind sie jedoch überdimensioniert, insbesondere in Anbetracht der immer heißeren Sommer mit immer intensiverer Sonneneinstrahlung. Betroffen sind insbesondere Anlagen, die der Heizungsunterstützung dienen oder auch ältere, die nur das Trinkwasser erwärmen sollen. Daher empfiehlt sich beispielsweise eine nachrüstbare Solaranlagenbeschattung aus Alu-Rollläden. Je nach Sonneneinstrahlung oder Wärmebedarf können diese geöffnet oder geschlossen werden.