Das Baugeschehen schwankt in Deutschland vergleichsweise gering. Trotz einer generellen Erholung ist es in manchen EU-Staaten anhaltend rückläufig.

Im Mai 2020 scheint sich die Produktion im Baugewerbe innerhalb der EU wieder leicht erholt zu haben. Laut Schätzungen von Eurostat stieg diese im Vergleich zum Vormonat um 21,2 Prozent. Allerdings liegt sie immer noch weit unter dem Niveau vom Februar oder des Vorjahresmonats. Der Produktionsindex lag 10,3 Prozent unter dem Niveau vom Mai 2019. Im Vergleich zum Vormonat war die Produktion im März um 13,5 Prozent eingebrochen, im April sogar um 14,9 Prozent. Verglichen mit den Vorjahresmonaten handelt es sich im März um einen Einbruch von 14,3 Prozent und im April von 26 Prozent.

Deutschland ist vergleichsweise gering betroffen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt hat, war der Einbruch in Deutschland im internationalen Vergleich gering. Im März ist die Produktion gegenüber dem Vormonat noch um ein Prozent gestiegen, im April ist sie um lediglich 5,4 Prozent gesunken und im Mai wurde wieder ein leichtes Plus von 0,5 Prozent verzeichnet. Wie die bisher vorliegenden Daten in anderen EU-Mitgliedsländern zeigen, haben sich Italien (+168,0 Prozent) und Frankreich (118,3 Prozent) im Mai am stärksten erholt. Allerdings ging in beiden Ländern ein sehr starker Rückgang im März und April voraus. Einige EU-Staaten haben auch im Mai noch einen Rückgang der Produktion im Baugewerbe registriert. Am stärksten betroffen sind noch immer Ungarn (-20,3 Prozent), Polen (-3,1 Prozent) und Tschechien (-2,9 Prozent).

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