Die deutsche Wirtschaft leidet unter der Corona-Krise. Die Bauwirtschaft ist davon allerdings kaum betroffen und kann ihre Arbeitskräfte halten.

Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes, denn seit dem Ausbruch der Pandemie ist die gesamtwirtschaftliche Produktion um 2,2 Prozent gesunken. Im Bauhauptgewerbe fällt der Teilindex zwar negativ aus, doch zeigt sich auch, dass es eher die Erwartungen sind, die negativ geprägt sind, als die vorherrschenden Zustände. Zudem haben die Baubetriebe noch immer ein gutes Auftragspolster von vier Monaten. Rund 18 Prozent berichten, dass Stornierungen ihre Bautätigkeit behindern würden.

Bisher sind keine Personaländerungen in Sicht

Zu Personaländerungen aufgrund der getrübten Zukunftsaussichten ist es noch nicht gekommen, einige rechnen sogar mit einer Personalaufstockung in den nächsten 3 Monaten und 19 Prozent leider immer noch unter dem Abwerben von Personal. Obwohl dieser Anteil niedriger ist als in den Quartalen davor, liegt er noch immer über dem Durchschnitt. Dies könnte aber auch daran liegen, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten hatten, weil ihre Arbeitnehmer aus dem Ausland teilweise nicht in gewohnter Form zur Verfügung standen. Auch die Anzahl der neuen Ausbildungsverträge ist gestiegen, von März bis Mai erfassten die Sozialkassen der Bauwirtschaft zwei Prozent mehr Ausbildungsverträge als im vergangenen Jahr.

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