Das Ziel, die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen und so die Umwelt zu schützen, könnte mit der neuen Verordnung nicht erreicht werden.

„Sollte der aktuelle Entwurf der Mantelverordnung beschlossen werden, rechnen wir mit negativen Auswirkungen auf das praktische Baugeschehen, höheren Baukosten und einem höheren Bedarf an Deponiekapazitäten“, kommentiert Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Analyseverfahren würden verkompliziert

Durch diese erste bundesweite Regelung zu Entsorgung und Recycling der jährlichen 275 Tonnen mineralischer Abfälle würden die unterschiedlichen länderspezifischen Regelungen wegfallen und somit die Bauindustrie entlastet. Doch gibt es zwei grundlegende Kritikpunkte: Zum einen werden mineralische Bauabfälle und Abfälle aus der Energie- und Metallindustrie kaum unterschiedlich behandelt, obwohl sie sich deutlich voneinander unterscheiden. Zum anderen sieht die Verordnung drei unterschiedliche Analyseverfahren vor, deren Ergebnisse kaum miteinander verglichen werden können. Eine Vereinheitlichung ist allerdings notwendig, um schnell über die Entsorgung entscheiden zu können. Aus diesen Gründen ist der Entwurf weder aus ökonomischer noch aus ökologischer Sicht begrüßenswert. Die grundsätzliche Idee der Verordnung wird von der Bauindustrie weiterhin unterstützt und sie hofft, dass die Länder im Bundesrat nach der Sommerpause Kompromisse in der Mantelverordnung beschließen, die auch umgesetzt werden können.