Unter dem Namen “Ausbildungsplätze sichern” hat die Bundesregierung ein Hilfsprogramm über 500 Millionen Euro für kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe beschlossen.

Förderfähig sind Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die Berufsausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer zeigt sich erleichtert: „Mit der beschlossenen Ausbildungsprämie erhalten kleine und mittlere Betriebe, die sich trotz Kurzarbeit oder massiver Umsatzeinbußen weiter für die Fachkräftenachwuchssicherung stark machen, eine wichtige Anerkennung.“ Wollseifer hofft nun auf eine schnelle und bürokratiearme Umsetzung.

Geplant sind fünf Maßnahmen

Zum einen sollen Betriebe, die besonders von der Pandemie betroffen sind und dennoch ihr Ausbildungsniveau halten, eine Prämie über 2.000 Euro für jeden abgeschlossenen Ausbildungsvertrag im Ausbildungsjahr 2020/2021 erhalten. Unternehmen, die ihr Angebot an Ausbildungsplätzen erhöhen, erhalten für jeden Platz, den sie nun mehr haben, eine Prämie von 3.000 Euro. Drittens werden Ausbildungsbetriebe unterstützt, die ihre Aktivitäten auch in der Krise fortsetzen und weder für Auszubildenden noch für Ausbilder Kurzarbeit anmelden. In jedem Monat, in dem ein Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat, werden 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung übernommen. Diese Unterstützung ist auf das Jahr 2020 befristet. Des Weiteren werden Betriebe mit 1.500 Euro gefördert, die Auszubildende übernehmen, deren Unternehmen die Ausbildung pandemiebedingt übergangsweise nicht fortsetzen können. Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister werden mit 8.000 Euro unterstützt. Diese Maßnahme ist bis zum 30. Juni 2021 befristet. Auch die fünfte Maßnahme ist bis Ende 2021 befristet. Diese besagt, dass Unternehmen, die Auszubildende von Betrieben übernehmen, die Insolvenz anmelden mussten, eine Prämie von 3.000 Euro pro aufgenommenen Auszubildenden erhalten.