Das sind die entscheidenden Faktoren dafür, dass der Bauriese HeidelbergCement Abschreibungen in Höhe mehrere Milliarden Euro tätigen musste.

Der Bauriese HeidelbergCement setzt den Wert seiner Besitztümer im Zuge der Corona-Pandemie um 3,4 Milliarden Euro herunter. Davon sind überwiegend Vermögenswerte in Westeuropa betroffen. Die Aktie des Unternehmens fiel am Morgen des 07. Juli 2020 um mehr als fünf Prozent. Als wichtigsten Grund für die Abschreibungen gibt das Unternehmen die Corona-bedingten Gewinneinbußen an, wodurch auch der Wert der Anlagen sinke.

Gegenwind aus Großbritannien

Ein weiterer ausschlaggebender Faktor ist der Brexit. So betreffen zwei Drittel die Abschreibungen des Portfolios, das HeidelbergCement 2007 durch den Kauf des britischen Baustoffherstellers Hanson bekommen hat. Ein weiteres Fünftel betrifft den Zukauf von Italcementi im Jahr 2016. Dies drückt zwar das Ergebnis, betrifft aber nicht den Cashflow. Im März hatte HeidelbergCement bereits den Jahresausblick gestrichen. Die im Februar verkündeten Sparmaßnahmen dürften nach Aussagen des Unternehmens bereits kurzfristig greifen und so die Belastung durch die Absatzrückgänge im zweiten Quartal 2020 teilweise kompensieren.

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