Das Bündnis „Solar Europe Now“ erläutert das immense Potential von Photovoltaik in der Energiewende – auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Mehr als 90 Akteure der europäischen Solarbranche haben sich zu dem Bündnis „Solar Europe Now“ zusammengeschlossen. Zusammen fordern sie, dass Solarenergie als Schlüsseltechnologie für die Zielstellung im Europäischen Green Deal anerkannt wird. Sie sind der Meinung, dass der derzeitige Deal den Photovoltaiksektor nicht ausreichend berücksichtige. Durch den Mangel an finanzieller Unterstützung und Unterstützung für Forschung und Entwicklung würde die weitere Entwicklung des Sektors behindert und die industrielle Souveränität der EU bei strategischen Technologien zum Stillstand gebracht. Auch würde dadurch die Reduzierung des Kohlenstoffumsatzes auf dem europäischen Kontinent ausgebremst.

Der wirtschaftliche Vorteil von Photovoltaik

Das Bündnis legt Zahlen vor, denen zufolge die Entwicklung einer starken Solarindustrie in Europa ein immenses Potential berge – umwelttechnisch wie wirtschaftlich. So deckt Photovoltaik momentan nur drei Prozent des gesamten Strombedarfs in Europa, hat allerdings ein Potential von 15 Prozent bis 2030. Auch verfügt die Branche über ein hohes Potential für Wirtschaftswachstum und somit für die Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen. Eine Förderung von Forschung und Entwicklung in diesem Sektor würde die industrielle Souveränität gegenüber China und Asien stärken, die immer noch 97 Prozent der weltweiten Solarmodule produzieren, sondern auch die europäische Führungsrolle in strategischen Schlüsseltechnologien ausbauen. Das wäre wiederum ein positives Signal für die Hersteller.

Laut Roch Drozdowski-Streh, CEO des Institut Photovoltaïque de l’Île de France (IPVF) und Gründer von „Solar Europe Now“, appelliert: „Gemeinsam mit den hier ansässigen weltweit führenden Forschungszentren kann Europa den Markt für hochwertige Photovoltaikzellen und -module anführen.“ Andreas Bett, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Deutschland schließt sich dem an: „Einige der weltweit fortschrittlichsten Technologien, wie Tandem-Solarzellen, die die Wirkungsgrade von Siliciumsolarzellen übertreffen, sowie nachhaltige Produktionstechnologien unter Berücksichtigung von Kreislaufwirtschaft und Recycling, werden derzeit in europäischen Forschungszentren entwickelt.“