Zahlen von destatis zeigen: Die Corona-Krise bremst die Konjunkturentwicklung deutlich. Erhebliche Auswirkungen werden im zweiten Halbjahr erwartet.

„Die Zahlen sind eindeutig: Das Coronavirus hinterlässt seine Spuren in der Baubranche“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB), die am 25. Juni 2020 veröffentlichten Konjunkturdaten für das Bauhauptgewerbe des Statistischen Bundesamtes (destatis). „Der Rückgang der Auftragseingänge im April um real -5,3 Prozent ist alarmierend und dämpft die Erwartungen an das zweite Halbjahr erheblich.“

Die Daten umfassen den Berichtsmonat April 2020 und gelten für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Im April hat besonders der Orderzugang im anteilsstarken Hochbau mit nominal -10 Prozent gelitten. Betroffen sind vor allem der Wohnungsbau mit etwa -12 Prozent und der Gewerbehochbau mit etwa -9 Prozent. Pakleppa warnt, dass der Branche der pandemiebedingte Einbruch noch bevorstünde. Die Daten zur Umsatzentwicklung zeichnen zwar erwartungsgemäß ein besseres Bild, da der Auftragsbestand abgearbeitet werden konnte, allerdings wird auch hier ein Tempoverlust erkennbar. So lagen die Zuwachsraten im April bei nur noch 3,7 Prozent, in den ersten drei Monaten des Jahres zwischen 11 und 14 Prozent. Pakleppa fordert die vergebenen Stellen, insbesondere die Kommunen, zu entschlossenem Handeln auf und hinterfragt die Wirksamkeit bürokratischer Ungestüme wie der temporären Absenkung der Mehrwertsteuer.

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