Eine Belastung durch Radon ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen, dennoch ist das radioaktive Edelgas noch weitgehend unbekannt.

Deswegen sollte die Radonkonzentration der Rauminnenluft in bodennahen Geschossen gegebenenfalls kontrolliert werden. Das Zerfallsprodukt von Uran kommt natürlicherweise im Erdreich vor und dringt an die Oberfläche. An der frischen Luft wird es so weit verdünnt, dass kein Risiko besteht. Durch Risse oder schlecht abgedichtete Rohre kann Radon aber auch in Innenräume eindringen, besonders in bodennahe Geschosse. Wichtig ist, dass man sich nicht für längere Zeit größeren Mengen Radon aussetzt. Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt für die Radonkonzentration einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft an.

Vorgeschriebene Prüfung in Vorsorgegebieten

Behörden sind verpflichtet, Radonvorsorgegebiete auszuweisen, also Gebiete, in denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass in den Gebäuden eine höhere Radonkonzentration vorkommt. Bei Arbeitsstätten, die sich in diesem Gebiet im Keller oder Erdgeschoss befinden, müssen Arbeitgeber die Radonkonzentration als Jahresmittelwert erfassen lassen. Privatpersonen, die Wohn- und Schlafräume im Keller haben, sollten diese ebenfalls prüfen lassen. Messungen werden von unabhängigen Dienstleistern wie dem TÜV Rheinland angeboten. Dabei werden über drei bis zwölf Monate Daten gesammelt und im Labor ausgewertet. Wenn ein bestimmter Wert überschritten wird, gibt es unterschiedliche technische Möglichkeiten zur Reduktion.

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