Mit einer Offshore-Vereinbarung setzen Bund, Küstenländer und Übertragungsnetzbetreiber eine Vorgabe aus dem Klimaschutzprogramm 2030 um.

Die Vereinbarung wurde zwischen dem Bundesministerium sowie dem Präsidenten der Bundesnetzagentur und der Präsidentin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zusammen mit der Energieministerin und den Energieministern der Küstenländern und den Geschäftsführern der beteiligten Übertragungsbetreiber (50Hertz, Amprion und TenneT) geschlossen. Durch eine engere Zusammenarbeit soll der Ausbau der Windenergie in der Nord- und Ostsee mit einer Kapazität von 20 Gigawatt bis zum Jahr 2030 realisiert werden. So wurde die Basis für die Anhebung des Offshore-Ziels von 15 GW auf 20 GW bis 2030 gelegt.

Konkrete Meilensteine und Zeitpläne stellen sicher, dass die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsschritte sowie der Bau der Anbindungsleitungen und der Offshore-Windparks Hand in Hand gehen. Das BSH wird bis Ende des Jahres den Flächenentwicklungsplan fortschreiben und damit die erforderlichen Flächen für 20 GW Windenergie auf See ausweisen. Im Netzentwicklungsplan 2018 hatte die BNetzA bereits die erforderlichen Anbindungsteile für die Anbindung dieser neuen Netzteile bestätigt. Die Küstenländer werden die Genehmigungsverfahren zeitnah abschließen. Damit der Strom aus den künftigen Windparks ohne Leerlauf abtransportiert werden kann, werden die Übertragungsnetzbetreiber die Offshore-Anbindungsleitungen rechtzeitig in Betrieb nehmen. Die Zeitziele werden künftig im Rahmen des Netzausbau-Controllings des BMWi regelmäßig geprüft, um Verzögerungen frühzeitig aufzudecken.