70 Prozent der Ölheizungen sind älter als 20 Jahre. Das und aktuelle Trends beim Heizen zeigt eine Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks.

2019 waren insgesamt fast 33 Millionen Feuerungsanlagen installiert. Dies zeigen Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks. Dies umfasst Heizungsanlagen, Warmwasser- und Raumheizer sowie Einzelraumfeuerstätten. Im Anlagenbestand von insgesamt 20,2 Millionen Heizungsanlagen (ohne Raumheizer und Warmwasserheizer) verfeuern 27 Prozent Heizöl, 68 Prozent Erdgas und fünf Prozent feste Brennstoffe – insbesondere Biomasse. Energieeffiziente Brennwerttechnik entwickelt sich immer mehr zum Standard, so arbeiten inzwischen 39 Prozent aller Öl- und Gasheizkessel auf Brennwertbasis und erreichen dadurch höhere Wirkungsgrade. Der Anteil der Gasbrennwertgeräte überwiegt deutlich, sodass fast die Hälfte aller Gasheizungen unter diese Anlagenkategorie fällt. Da von einer Fortsetzung des Trends auszugehen ist, werden in 2020 erstmals mehr Gasbrennwert- als Gasheizwertkessel in Betrieb sein. Von den Ölheizungen verfügen etwa 13 Prozent über Brennwerttechnik. Problematisch ist, dass 70 Prozent der Ölheizungen und 60 Prozent der Gasheizungen älter sind als 20 Jahre. Ab einem Alter von 15 Jahren gilt ein Heizkessel als energetisch ineffizient.

Förderung erneuerbarer Energien zeigt Wirkung

Die rund eine Millionen Heizkessel für feste Brennstoffe erzeugen Wärme hauptsächlich mit erneuerbaren Energien, dazu kommen noch etwa 11,1 Millionen Einzelraumfeuerstätten für feste Brennstoffe. Wegen der Erhöhung der Förderzuschüsse für erneuerbares und energieeffizientes Heizen am Jahresanfang sind bereits die ersten Zeichen einer Trendwende zu vermerken: Regional hat sich die Nachfrage nach Pelletheizkesseln deutlich erhöht. Wie viele Förderanträge tatsächlich eingegangen sind und welche erneuerbaren Energieträger verwendet werden, zeigt sich allerdings erst in ein paar Monaten.