Seine Aufgabe, die wahre Identität von Immobilienbesitzern preiszugeben, erfüllt es nicht. Im internationalen Vergleich schneidet es schlecht ab.

„Mehr Transparenz im deutschen Immobilienmarkt war ein zentrales Versprechen des Ende 2019 verabschiedeten Gesetzes gegen Geldwäsche. Trotzdem blieben von den 433 von uns untersuchten Immobiliengesellschaften 135 auch nach intensiver Recherche weiterhin anonym“, resümiert Christoph Trautvetter, Autor der Studie „Wem gehört die Stadt?“. In dem Projekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben Christoph Trautvetter und Markus Henn untersucht, ob das Transparenzregister wie versprochen für mehr Transparenz am Berliner Immobilienmarkt sorgt. Dazu wurden Informationen zu mehr als 400 Immobilienbesitzern in den verfügbaren deutschen und weltweiten Registern bis zum Ende verfolgt.

Das Ergebnis erschreckt

Von 111 Immobiliengesellschaften, bei denen der tatsächliche Eigentümer nicht aus deutschen Registern erkennbar war, waren im Transparenzregister 83 gar nicht eingetragen und nur bei sieben fand sich der tatsächliche Eigentümer. Somit bleibt ein großer Teil der Berliner Immobilienbesitzer weiterhin anonym. Auf der Suche nach den Identitäten der Besitzern hat besonders das deutsche Transparenzregister immer wieder versagt, während aus den Registern in Dänemark, Luxemburg, Österreich und Malta teilweise wertvolle Informationen gewonnen werden konnten.

„Aus politischer Sicht bleibt Deutschland Paradies für Geldwäsche mit Betongold solange die Strafverfolgung Immobilienbesitz über Briefkastenfirmen nicht auf die tatsächlichen Eigentümer zurückführen kann“, warnt Fabio de Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Mitglied im Finanzausschuss.