Wärmepumpen verzeichneten im vergangenen Jahr ein deutliches Plus. Um dies weiter zu unterstützen, fordert der BWP, das Energiepreisgefüge zu beeinflussen.

Mit einem Anteil von rund 46 Prozent im vergangenen Jahr vergrößern klimaschonende Heizungssysteme ihren Vorsprung vor den fossilen Energieträgern Gas bei genehmigten Wohngebäuden. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 54.768 der 119.457 genehmigten Wohngebäude im Jahr 2019 sind mit einer Wärmepumpe ausgestattet. 7,3 Prozent nutzen dabei Erdwärme und 38,5 Prozent andere Umweltwärme, vor allem aus Luft und Wasser.

„Es ist erfreulich und wichtig, dass sich der Trend im Neubau kontinuierlich in Richtung erneuerbarer Heizungssysteme entwickelt. Eine große Rolle spielen dabei die staatlichen Anreizprogramme für energieeffizientes Bauen“, sagt Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP). Er mahnt weiter, dass die Bundesregierung diesen Trend weiter unterstützen müsse, um die Klimaziele im Gebäudebereich erreichen zu können, denn ein wirklicher Technologiewechsel und eine echte Energiewende im Heizungskeller haben laut Sabel noch nicht stattgefunden. Zwar bieten die neuen Förderrichtlinien für die Heizungsmodernisierung einen Anreiz, das Energiepreisgefüge mit teurem Strom und billigem Gas und Öl hält aber viele davon ab, zu einem erneuerbaren System zu wechseln.