Während die Baukonjunktur 2019 insgesamt boomt, profitiert der deutsche Fliesenmarkt davon kaum und auch 2020 scheint keine Verbesserung zu bringen.

Die Baukonjunktur entwickelte sich 2019 im Vergleich zur annähernd stagnierenden Gesamtwirtschaft überaus gut. So legte beispielsweise der baugewerbliche Umsatz im Hochbau um 6,7 Prozent zu und auch im Wohnungsbau konnten größere Unternehmen ein Umsatzwachstum von 9,9 Prozent verzeichnen. Auch die Anzahl der Auftragseingänge und erteilten Baugenehmigungen stieg signifikant.

Davon konnte die Fliese allerdings kaum profitieren. Die Produktion konnte im Vergleich zum Vorjahr um nur 1,1 Prozent gesteigert werden und auch die Importe lagen mit insgesamt etwa 103,4 Millionen Quadratmetern etwa auf Vorjahresniveau. Die Erlösspanne lag in 2019 zwischen 5,53 bis 13,98 Euro pro Quadratmeter, der durchschnittliche Quadratmeterpreis betrug 10,92 Euro. Der Export aus Deutschland betrug rund 26,7 Millionen Quadratmeter mit einem durchschnittlichen Exporterlös von 13,88 Euro pro Quadratmeter. Wie sich 2020 weiterentwickelt, ist schwer abzusehen. Gutes Wetter und großes Interesse an keramischen Fliesen zu Jahresbeginn schienen vielversprechend, seit März beeinflusst allerding die Corona-Krise maßgeblich die wirtschaftlichen Entwicklungen.