Perowskit-Solarzellen erzielen enorme Wirkungsgrade, enthalten aber giftiges Blei. Bisher war das Ersetzen durch ungiftige Stoffe nicht möglich.

Die beste Alternative ist Zinn und das damit hergestellte Halogenidperowskite sollte ausgezeichnete optische Eigenschaften aufweisen. Allerdings sind die Wirkungsgrade in der Praxis mittelmäßig und nehmen schnell ab, da die Zinnkationen in der Perowskitstruktur sehr schnell mit Sauerstoff reagieren.

Dennoch haben Antonio Abate vom Helmholtzzentrum Berlin (HZB) und Zhao-Kui Wang vom Institut für funktionelle Nano- und weiche Materialien (FUNSOM) an der Soochow Universität in China einen Weg gefunden, Zinn für ungiftige Solarzellen auf Perowskitbasis zu nutzen. Indem sie organische Gruppen eingefügt haben, entstand eine zweidimensionale Struktur, die zu sogenannten 2D-Ruddlesden-Popper-Phasen führt. Dadurch bietet das Material über einen langen Zeitraum eine stabile Leistung. Die besten dieser bleifreien Perowskit-Solarzellen erreichen einen Wirkungsgrad von 9,1 Prozent und hohe Stabilitätswerte.