Immer größere Hitze im Sommer macht das Arbeiten auf dem Dach oft unmöglich. Diese Meinung teilen die Tarifvertragsparteien des Dachdeckerhandwerks.

Im Dachdeckerhandwerk gibt es seit Längerem ein sogenanntes Ausfallgeld. Dieses schafft bei witterungsbedingten Ausfällen in den oft regenreichen Herbst- und Frühjahrsmonaten einen Ausgleich für die Zeit, in der nicht auf der Baustelle gearbeitet werden kann. Es besteht neben dem Saison-Kurzarbeitergeld, das für den gesamten Baubereich in den Wintermonaten gilt. Da es wegen des Klimawandels verstärkt zu besonders heißen Sommermonaten und heftigen Regenereignissen kommt, haben die Tarifvertragsparteien des Dachdeckerhandwerks die Ausfallregelungen nun auf die Sommermonate ausgedehnt. Um dies zu finanzieren, zahlen alle Dachdeckerbetriebe eine Umlage an die Sozialkasse des Dachdeckerhandwerks (SOKA-BAU). Daraus erhalten die Arbeitnehmer ein Ausfallgeld in Höhe von 75 Prozent ihres Stundenlohns. Dies gilt für maximal 53 Stunden im Kalenderjahr. Der Arbeitgeber erhält eine Pauschalerstattung für die von ihm zu tragenden Sozialleistungen. Zunächst ist die Neuregelung auf dieses Jahr begrenzt, um die Wirkung zu testen. Ab dem 01.06.2020 kann das „Sommer-Ausfallgeld“ bei der SOKA-DACH beantragt werden.