Eine Eilumfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) zu den Auswirkungen der Corona-Krise bei Mitglieds- und Partnerverbänden ergibt:

Bei der Einschätzung der kurzfristigen Baukonjunktur zeigt sich die mittelständig geprägte Branche eher skeptisch. Die im April 2020 realisierte Erhebung sollte die bereits spürbaren und noch erwarteten Auswirkungen ermitteln. Wie Jens J. Wischmann, Geschäftsführer des Dachverbandes, erläutert, flossen die Angaben von sieben Verbänden ein. Darin werden alle drei Marktstufen Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk repräsentiert, weshalb die Resultate als aussagefähig für die gesamte Branche gelten. „Corona wird den Aufschwung in der Sanitärbranche nach zehn Wachstumsjahren in Folge abrupt beenden“, erklärt Andreas Dornbach, VDS-Vorsitzender. Er erwartet, dass der kumulierte Jahresumsatz von zuletzt etwa 25 Milliarden Euro in diesem Jahr ins Minus rutscht.

Negative Auswirkungen wurden bereits Mitte April registriert. Dabei handelt es sich vor allem um vermehrte Auftragsstornierungen, Umsatzrückgänge, negative Auswirkungen auf die Ertragslage und Unterbrechungen von Lieferketten. Die häufigsten Reaktionen der Unternehmen auf diese Auswirkungen waren Kurzarbeit, die temporäre Schließung von Werken, Ausstellungen, Geschäften und Homeoffice. Das Rettungspaket der Bundesregierung wurde insgesamt mit 2,5 recht gut bewertet, allerdings stößt die Abwicklung über die Banken teilweise auf Kritik. Für eine endgültige Bewertung ist es allerdings noch zu früh.

 

Interessen:Sanitär und Bad