Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe hat Forderungen aufgestellt, um die stabilisierende Wirkung der Bauwirtschaft für die Binnenkonjunktur zu erhalten.

Als Beitrag zur Debatte um ein Konjunkturpaket hat der ZDB ein Positionspapier veröffentlicht, in dem der Verband gezielte Maßnahmen auflistet, um die stabilisierende Wirkung der Bauwirtschaft für die Binnenkonjunktur auch in Zukunft zu erhalten. Der öffentliche Bau und Wohnungsbau sollen insbesondere die für die Bauwirtschaft erwarteten Einbrüche annähernd ausgleichen. Der Verband fordert die Einrichtung eines kommunalen Wirtschaftsfonds. Dieser habe sich bereits in der Finanzmarktkrise 2008/2009 bewährt.

Dabei wird ein Augenmerk auf das Schulsanierungsprogramm in Höhe von 2 Milliarden Euro jährlich über 10 Jahre gelegt. Für die Infrastruktur soll die Investitionslinie Verkehr aufrechterhalten und der Breitbandausbau gezielt gefördert werden. Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbandes ermahnt, dass die Klimaschutzziele nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Dazu zähle auch die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die energetische Gebäudesanierung und die Einführung eines steuerlichen „Corona-Bonus“, was einer deutlichen Ausweitung des Handwerkerbonus entspricht. „Investive Anreize für die Sanierung von Gebäuden verstärken die stabilisierende Wirkung der Bauwirtschaft und leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele“, erläuterte Quast. „Die Wohnungsknappheit besteht in den Ballungsgebieten fort, daran hat auch Corona nichts geändert. Daher fordern wir, das Baukindergeld und die degressive AfA mit Mietwohnungsbau zu verlängern.“

Interessen:Bauwirtschaft