Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks erinnert daran, dass man trotz der Pandemie nicht das Klimaschutzziel vernachlässigen darf.

Der Bausektor spielt eine große Rolle im Erreichen der Klimaziele, unter anderem das Dachdeckerhandwerk mit der energetischen Gebäudesanierung nimmt eine Schlüsselposition ein. Jedoch wird befürchtet, dass geplante Bau- und Sanierungsmaßnahmen der öffentlichen Hand zurückgestellt werden, weil die Gewerbe- und Einkommenssteuern drastisch eingebrochen sind. Deswegen müssen Anreize geschaffen werden, um die energetische Modernisierung des Gebäudebestands voranzutreiben.

„Daher haben wir uns dem Bündnis aus Vertretern von Baustoffindustrie und Handwerk angeschlossen. Gemeinsam haben wir ein Impulspapier erarbeitet, in dem Bund und Länder aufgefordert werden, bei einem neuen Konjunkturpaket verschiedene Maßnahmen im Gebäudebereich anzugehen. Und auch finanzielle Unsicherheiten privater Bauherren sollte man im Blick haben, also auch hier sinnvolle Anreize setzen“, erklärt Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). In diesem wurden zahlreiche Ideen zusammengetragen, die branchenübergreifend dafür sorgen, trotz Corona dem Klimaziel näher zu kommen (in einem Impulspapier werden die Forderungen ausführlich erläutert):

– Modernisierungs- und Neubauoffensive der öffentlichen Hand (Konjunkturpaket III)

– Eigentümer vermieteter Wohngebäude und Nichtwohngebäude aktivieren

– Wirksame Instrumente für genossenschaftliche und kommunale Wohngebäude

– Förderungen für selbstgenutztes Wohneigentum verbessern

– Aufstockungen und Dachausbauten erleichtern

– Ersatzneubau den umfassenden energetischen Sanierungen förderrechtlich gleichstellen