Diese Beobachtung auf Basis des neuen GEM-Berichts demonstriert einen Kulturwandel hin zu mehr unternehmerischer Selbstständigkeit in Deutschland.

Der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) beobachtet seit 20 Jahren das weltweite Gründungsgeschehen in bis zu 70 Ländern. Damit ist es das weltweit größte Projekt der ländervergleichenden Gründungsforschung. Der neue GEM-Länderbericht Deutschland ist in Kooperation zwischen dem RKW Kompetenzzentrum und dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeografie der Leibniz Universität Hannover entstanden. Befragt wurden 143.991 Bürger in 50 Staaten (davon 3.002 in Deutschland) und 2.315 Gründungsexperten in 54 Staaten (davon 66 in Deutschland). Die Gründungsquote in Deutschland beträgt 7,6 Prozent. Das heißt, dass dieser Anteil der Bevölkerung Deutschlands zwischen 18 und 64 Jahren innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre ein Unternehmen gegründet oder sich zum Zeitpunkt der Befragung aktiv mit einem eigenen Gründungsvorhaben beschäftigt hat.

Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß dazu: „Die Daten des Global Entrepreneurship Monitors zeigen, dass wir in Deutschland einen Kulturwandel hin zu mehr unternehmerischer Selbstständigkeit erleben. Diesen Unternehmergeist gilt es gerade auch während der Zeit der wirtschaftlichen Herausforderungen aufgrund des Corona-Virus aufrecht zu erhalten. Die kurzfristig bereit gestellten Förderprogramme von Bund und Ländern bieten wichtige finanzielle Hilfestellungen für neugegründete und junge Unternehmen.“