Frank Ebisch vom ZV SHK erklärt: Darum sind Frühling und Sommer – auch in Coronazeiten – die besten Jahreszeiten für eine Heizungssanierung.

Um Ausfälle zu vermeiden, sollten Heizungs- und Belüftungsanlagen regelmäßig gewartet und veraltete Anlagen ausgetauscht werden, dafür empfehlen sich besonders die wärmeren Jahreszeiten. „Da Handwerker in der Corona-Krise von ihren Berufsgenossenschaften klare Vorgaben zur Infektionsvermeidung haben, ist eine Verschiebung der Maßnahmen nicht notwendig“, betont Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZV SHK). Solange die Bewohner keine Quarantäne angeordnet bekommen haben, können Heizungsaustausch und Sanierungsarbeiten wie gewohnt ausgeführt werden.

Stornierung der Arbeiten ist nicht ohne weiteres möglich

Der Kündigungsgrund „Angst vor Ansteckung” existiert nicht und ist somit nicht ausreichend, um einen Auftrag zu stornieren. Hier empfiehlt Ebisch, das Gespräch zu suchen und über eine mögliche Verschiebung der Arbeiten zu beraten. Hierbei muss auch geklärt werden, ob dies eventuell mit Mehrkosten für den Verbraucher einhergehen würde, da der Handwerker eventuell bereits in Vorleistung gegangen ist und teure Bauteile bestellt hat. Aber was die Ansteckungsgefahr betrifft, so hat die Arbeit an der Heizung einen entscheidenden Vorteil: Der direkte Kontakt kann oftmals vermieden werden. Sollte dies allerdings nicht durchgängig möglich sein, gelten die gängigen Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie. „Die Fachbetriebe halten sich schon im eigenen Interesse an die Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Ansteckungen. Das Risiko ist deswegen gering“, sagt Frank Ebisch.

Sollte der Kunde sich allerdings in einer angeordneten Quarantäne befinden, gelten besondere Regeln. In einer Notfallsitutation muss bei der Kontaktaufnahme mit dem örtlichen SHK-Fachbetrieb dringend auf die Quarantänesituation hingewiesen werden. Dieser kann nun, in Absprache mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, die notwendigen Maßnahmen besprechen. Wichtig ist: Der Fachbetrieb ist nicht verpflichtet, den Auftrag anzunehmen. Besonders, da sich Mitarbeiter freiwillig bereit erklären müssen, die Arbeiten in vollständiger Schutzkleidung durchzuführen.