Laut des RKI wird das Virus SARS-CoV-2 über Tröpfchen verbreitet, somit ist eine Übertragung über eine Lüftungs- oder Klimaanlage unwahrscheinlich.

Den Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauhandwerks (BIV) erreichen vermehrt Fragen zum Umgang von RTL-Anlagen und Klimageräten während der Corona-Pandemie. In der Antwort wird auf den derzeitigen Kenntnisstand des Robert-Koch-Instituts verwiesen, dass das Virus SARS-CoV-2 primär über Tröpfchen verbreitet wird und nicht über die Luft. Somit ist davon auszugehen, dass sich das Virus nicht über eine zentrale Klima- und Lüftungsanlage verbreiten kann.

Daraus schlussfolgert der BIS, dass eine gute Lüftung von Innenräumen mit einem möglichst hohen Außenluftanteil zu empfehlen ist. Um das zu erreichen, sollten auch Umluftanteile zugunsten von Außenluftanteilen reduziert werden. Die Filter in Außen- und Zuluftleitungen verhindern, dass Tröpfchen, die das Virus enthalten können, in die Innenräume gelangen. Durch Abluftleitungen wird die Luft aus Innenräumen, die möglicherweise mit Tröpfchen belastet ist, ungefährlich nach außen geleitet. Auch Sekundärluftgeräte stellen kein Risiko da. Sie sind nur im jeweiligen Raum wirksam, somit übertragen sie keine Luft, bzw. Viren in andere Räume. Da Viren nicht frei im Raum schweben, sondern immer an Aerosole oder Staubpartikel gebunden sind, werden sie im Filtermaterial eingelagert. Aufgrund dessen ist eine angemessene Schutzausrüstung bei Wartung und Austausch beladener Filter unverzichtbar.