Die Krise reißt tiefe wirtschaftliche Wunden. Das Konjunkturbarometer bricht um 47 Punkte auf einen historischen Tiefstand von 37 Punkten ein.

Noch dazu warnt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dass einige Indikatoren für April noch nicht vorliegen, sondern nur die entsprechenden Zahlen für Februar und März, als die Einschränkungen noch geringer waren. „Es zeichnet sich eine Rezession ab, die tiefer sein wird als die während der Finanzkrise“, gibt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen zu bedenken. Im ersten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft bereits um zwei Prozent gesunken sein, für das zweite Quartal wird ein Einbruch von gut zehn Prozent erwartet. Der Einbruch von Konsum und Investitionen wird besonders in exportabhängigen Industrienationen wie Deutschland zu spüren sein. Die oberste Priorität hat laut Simon Junker, Experte für deutsche Wirtschaft, die Erhaltung von Arbeitsplätzen und die Verhinderung von Firmenpleiten. Nur so können dauerhafte Folgen für die Wirtschaft reduziert werden.