Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) hat eine Befragung unter seinen Mitgliedern bezüglich der Auswirkungen der Corona-Krise durchgeführt.

Dafür wurden 700 Freiberufler und Ingenieurbüros befragt. Das Ergebnis zeigt, dass die Energieberater trotz der Krise sehr gut ausgelastet sind. 38 Prozent der Befragten können ihre Aufträge in den nächsten drei Monaten völlig unbeschadet durchführen. 53 Prozent davon sind sogar für die nächsten drei bis sechs Monate ausgelastet und einige sehen bis zum Ende des Jahres einen vollen Terminkalender. Nur ein Drittel berichtet von einem drastischen Rückgang der Aufträge, ein anderes Drittel sieht überhaupt keine Veränderungen zum Normalzustand. Diejenigen, die für einen öffentlichen Arbeitgeber tätig sind, sehen deutliche Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe. Zudem wirkt sich die Pandemie maßgeblich auf den Arbeitsalltag aus. Mehr als die Hälfte gibt an, keine Reisen oder Veranstaltungen mehr durchzuführen. Ein Drittel arbeitet im Home-Office. 54 Prozent bieten digitale Konferenzen und Beratungen an, 70 Prozent davon haben sogar vor, dies nach der Krise beizubehalten.

Es wurden kaum Soforthilfen beantragt

Nur knapp ein Fünftel hat Soforthilfen beantragt. 80 Prozent nehmen von dieser Option Abstand. Sieben Prozent der beteiligten Büros befinden sich in Kurzarbeit, 8,5 Prozent denken darüber nach. Als besonders hilfreich wahrgenommen wird die zinsfreie Stundung von Steuerzahlungen, die Verbesserung der Abschreibungsbedingungen sowie ein Vorziehen der für das Jahr 2021 geplanten Abschaffung des Solidaritätszuschlags und Ausweitung auf alle Steuerzahler. Als weniger hilfreich wird die Bereitstellung von Hilfsmitteln in Form von Bürgschaften und Kredithilfen angesehen.