Durch seine offenporige Struktur kann der Dämmstoff Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) einen großen Beitrag zum Lärmschutz leisten – von innen und außen.

Gerade Lärm in tiefen Frequenzen, wie zum Beispiel Straßenlärm oder das Dröhnen eines vorbeifliegenden Flugzeuges können mit dem Stoff sehr effizient absorbiert werden. „Fassaden und Dächer, die mit Mineralwolle gedämmt werden, erreichen – je nach Dicke und Aufbau – Schalldämmwerte von über 50 dB (Rw-Wert), wobei bereits eine Minderung lauter Geräusche um 10 dB als halb so laut wahrgenommen wird. Die Schalldämmung mit Mineralwolle sorgt daher auch bei hohen Außenlärmbelastungen für Ruhe im Innenraum“, sagt Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie (FMI). Gerade in urbanen Räumen ist die Reflektion des Schalls auf Fassaden und somit die Verlärmung von Freiräumen ein großes Problem. Mineralwolle kann solchen Lärm um bis zu 70 Prozent absorbieren, wenn die Geräusche auf die Fassade treffen.

Mineralwolle für bessere Raumakustik

Auch im Innenraum kann Mineralwolle bei der Verbesserung der Akustik helfen. So prallen die Schallwellen in einem voll besetzten Klassenzimmer beispielsweise immer wieder von Wand zu Wand ab. So hat Gesprochenes oftmals eine Nachhallzeit von über einer Sekunde. Das schafft in einem Raum, in dem viel gesprochen wird, viel Lärm, der sich irgendwann in ein undeutliches Rauschen verwandelt. Schallabsorber mit Mineralwolle dämpfen Schall und Störgeräusche, reduzieren die Schallreflektion und senken damit die Nachhallzeit auf eine zum Beispiel für Grundschulen empfohlene Nachhallzeit von 0,3 Sekunden. „Richtig positioniert sorgt Mineralwolle daher für eine gute Sprachverständlichkeit und eine angenehme Sprechlautstärke in den Räumen“, sagt Tenzler.