ZDB Präsident Quast kritisiert die prekäre Lage in der Bauverwaltung. Ausschreibungen würden zurückgestellt und Baugenehmigungen nicht mehr erteilt.

„Auf vielen Baustellen kann derzeit weiterhin gearbeitet werden. Allerdings darf die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der öffentlichen Verwaltung die Bautätigkeit nicht behindern“, warnt Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Wegen fehlender Personalkapazitäten in den Genehmigungsbehörden wurden unter anderem Ausschreibungen zurückgestellt und Baugenehmigungen nicht mehr erteilt. Daher fordert der Verbandspräsident eine Anpassung bestehender Prozesse an die derzeitige Lage. So müsse beispielsweise geprüft werden, ob über Bebauungspläne und weitere baurechtliche Fragen auch ohne Sitzung des Gemeinderats entschieden werden kann. Auch fordert Quast eine Weichenstellung für die Zeit nach Corona, indem von einer Genehmigungs- zu einer Anzeigepflicht gewechselt würde. „Widerspricht die zuständige Behörde nicht innerhalb einer bestimmten Frist, kann der Betrieb die Arbeit fortführen. So könnten viele Prozesse erheblich beschleunigt werden.“

 

Interessen:Bauwirtschaft