Schmutz und Schäden können die Leistung einer Photovoltaik-Anlage verringern. Der Frühling bietet Gelegenheit, einen Blick auf diese zu werfen.

Solarstromanlagen sind zwar sehr wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Gerade solche, die schon länger in Betrieb sind, sollten etwas mehr Aufmerksamkeit erfahren. Grundsätzlich dürfen an die Elektrik, wie zum Beispiel den Wechselrichter, nur Fachleute. Aufgrund der hohen Gerätespannung darf der Schrank nicht geöffnet werden. Auch führen unerlaubte Tätigkeiten an der Anlage zum Verlust der Garantie.

Module können auf Schmutz und Schäden untersucht werden

Die Betreiber sollten einen Blick auf die Solarstrommodule auf dem Dach werfen. Dabei sollte auf hartnäckige Verschmutzungen, wie etwa angetrockneter Vogelkot, geachtet werden. Denn dadurch entstehen Mikroverschattungen, die den Solarstromertrag beeinträchtigen können. Auch sollte nach Schäden durch Sturm und Hagel sowie losen Kabeln oder Schmutz an den Kanten der quer verbauten Gestelle geschaut werden. Statt selbst auf die Module zu steigen, sollte sich mit einem Installateur beratschlagt werden. Dieser kann Empfehlungen zur Reinigung oder Ausbesserung geben oder auf einen Fachbetrieb verweisen. Mit einem Blick auf das eigene und das Grundstück des Nachbarn sollte auch nach hoch gewachsenen Bäumen geschaut werden, durch die die Module zu lange verschatten. Dies kann zu einem Ertragsverlust führen.

Der Wechselrichter sollte von außen begutachtet werden

Auch wenn die Elektronik nicht von innen begutachtet werden darf, sollte man zumindest von außen einen Blick auf den Wechselrichter werfen. Je reiner, trockener und kühler die Umgebung, desto geringer ist der Wartungsaufwand. Durch hohe Mengen an Staub und Schmutz läuft die Kühlung heiß. Besonders in Garagen oder Kellern von Einfamilienhäusern kann sich in den Jahren so viel ansammeln, dass das Gerät zugestellt ist und nicht mehr ausreichend belüftet wird. Auch Staub und Spinnenweben können von außen mit dem Staubsauger entfernt werden.

In diesem Zusammenhang kann auch über künftige Pläne nachgedacht werden. Ist vielleicht ausreichend Platz für einen Batteriespeicher verfügbar? Ein Speichersystem mit Notstromversorgung bietet Schutz vor Stromausfällen. Auch eine Erweiterung der Anlage ist möglich. Dies empfiehlt sich zum Beispiel, wenn über die Anschaffung eines Elektroautos nachgedacht wird.