Kies ist der wichtigste heimische Baurohstoff. Allerdings kommt es immer häufiger zu Engpässen, weil nur Teile zum Abbau zur Verfügung stehen.

Aus diesem Anlass hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover eine Studie durchgeführt. „Die Situation wird sich deutschlandweit weiter verschärfen, da die Ursachen fortbestehen“, sagte der Hauptautor der Studie, Harald Elsner. Dabei sei das Problem nicht, dass in Deutschland die Kiesvorkommen zu gering sind, sondern dass nur Teile davon zum Abbau zur Verfügung stehen. So sind in Baden-Württemberg beispielsweise 70 Prozent der potenziellen Abbauflächen bebaut oder befinden sich in Schutzgebieten. Auch ist für Landwirte der Ackerbau lukrativer als das Angebot der Rohstoffindustrie.

Die Zahl der Stellen, an denen Sand und Kies in Deutschland gewonnen wird, ist seit den 1990er Jahren rückläufig. So gab es 1995 noch mehr als 3.000 Werke, heute sind es weniger als 2.000. Das Problem ist allerdings nicht das sinkende Angebot, sondern die stark ansteigende Nachfrage.