Während die Inlandsumsätze der Möbelindustrie leicht sanken, erreichte die Exportquote ihren Höhepunkt. Auch für 2020 wird ein leichtes Umsatzwachstum erwartet. 

Die deutsche Möbelindustrie konnte sich im vergangenen Jahr, trotz eines schwierigen Marktumfeldes behaupten. Die Hersteller von Küchenmöbeln freuen sich über eine Umsatzentwicklung von plus 2,8 Prozent, Hersteller von Büro-, Laden- und Objektmöbeln über plus 0,3 Prozent. Die Umsätze bei Herstellern sonstiger Möbel entwickelten sich mit durchschnittlich minus 1,1 Prozent negativ. Während die Inlandsumsätze der deutschen Möbelindustrie um 1,1 Prozent sanken, stieg die Nachfrage nach deutschen Möbeln im Ausland und die Auslandsumsätze stiegen um 0,6 Prozent. In den ersten zehn Monaten von 2019 gingen 32,8 Prozent der in Deutschland produzierten Möbel direkt ins Ausland – die höchste jemals gemessene Exportquote.

Prognosen für 2020 sind abhängig vom Coronavirus

Für das Jahr 2020 wird ein leichtes Umsatzwachstum erwartet. Der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM) hat hierzu kurz vor Weihnachten 2019 eine repräsentative Befragung mit dem Markforschungsinstitut TNY Kantan in Deutschland durchgeführt. Diese ergab, dass besonders junge Leute im Jahr 2020 Lust haben, durch neue Möbel für Abwechslung in ihren eigenen vier Wänden zu sorgen. Jedoch ist das Umsatzwachstum abhängig von den „Auswirkungen des Coronavirus auf die Produktionsabläufe und auf die weltweite Möbelnachfrage“, so Jan Kurth, Geschäftsführer des VDM.