Mit zunehmendem Alter soll die Immobilie häufig an die nächste Generation übergeben werden. Doch sollte das noch zu Lebzeiten geschehen oder nicht?

Mit zunehmendem Alter kann eine eigene Immobilie als Last empfunden werden. Der Ausweg: Das Gebäude an die nächste Generation weitergeben. Dabei stellen sich allerdings einige persönliche, rechtliche und steuerliche Fragen.

Schenkung zu Lebzeiten oder vererben?

Beides ist möglich, oder sogar eine Kombination. Beweggründe können die Vermeidung der Erbschaftssteuer, das Ausnutzen von steuerlichen Freibeträgen oder auch ein drohender Sozialhilferegress sein. Dabei gibt es keinen universell richtigen weg und eine eingehende steuerliche und rechtliche Beratung ist unabdingbar.

Das Rückforderungsrecht

Ist ein Rückforderungsrecht vereinbart, kann der Schenker unter bestimmten Voraussetzungen das Geschenk zurückfordern. Geläufige Fälle für eine Rückforderung sind der Tod des Beschenkten, Insolvenz, Zwangsversteigerung oder Scheidung. Es kann aber auch für den Fall einer Veräußerung oder Belastung vereinbart werden. Ohne das Rückforderungsrecht kann der Schenker nur bei eigener Verarmung oder “groben Undanks” sein Geschenk zurückfordern.

Nießbrauch und Wohnungsrecht

Nießbrauch und Wohnungsrecht sind häufig vorbehaltene Wohnungsrechte. Dabei umfasst der Nießbrauch immer nur das Nutzungsrecht an der gesamten Immobilie, das Wohnungsrecht kann auch nur einzelne Räume betreffen. Bei Nießbrauch kann die Immobilie auch durch den Schenker vermietet werden. Vorbehaltene Nutzungsrechte reduzieren den Wert des Geschenks und können so den an sich steuerpflichtigen Erwerb mindern.

 

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