Viele Ingenieur- und Architektenbüros gehen davon aus, die Krise ohne Hilfen zu überstehen. Zu spät beglichene Rechnungen erschweren dieses Vorhaben aber.

Eine Blitzumfrage des Verbandes Beratender Ingenieure (VBI) zeigt, dass bisher nur ein Drittel der Ingenieur- und Architektenbüros Kurzarbeitergeld, Steuerstundungen oder Soforthilfen in Anspruch nimmt. Die anderen zwei Drittel sind zuversichtlich, die Krise ohne Hilfen überstehen zu können. Allerdings hängt dies stark von der Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber ab. 25 Prozent der Teilnehmer dieser Befragung melden, dass ihre Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen nicht rechtzeitig beglichen wurden. Sieben Prozent berichten, dass sie bisher gar kein Geld gesehen haben. Durch diese Unzuverlässigkeit geraten die Büros fahrlässig in Schieflage. Zudem sind Kommunen und andere Auftraggeber zurückhaltend und wollen die weitere Entwicklung der Krise abwarten, bevor sie Aufträge auslösen. 45 Prozent der Büros berichten von Auftragsrückgängen, viele von ihnen befürchten eine weitere drastische Verschlechterung der Situation.