Entscheiden sich Hauseigentümer für eine neue Heizung, beeinflusst diese Entscheidung die nächsten zwanzig Jahre. Welches Heizsystem ist also das richtige?

Vor allem Faktoren wie die Klimafreundlichkeit und Langlebigkeit werden bei der Auswahl immer wichtiger. Laut einer BDEW-Umfrage würden sich heute 42,1 Prozent der Befragten für eine Erdgasheizung entscheiden. Mit 15,5 Prozent und somit einem weiten Abstand folgt auf Platz zwei Heizöl als Energieträger. Platz drei belegt die Kombination aus Erdgas und Solarthermie und auf Platz vier landet die Wärmepumpe. 5,2 Prozent würden sich bei einer neuen Anlage hingegen für eine Pelletheizung entscheiden. Verschiedene Varianten einer Hybridheizung erreichen zwischen einem und vier Prozent Zustimmung. Theoretisch könnte eine vorhandene Gasheizung als Basis für Erneuerbare Energien dienen. Das fließende Erdgas kann durch klimaneutrale Gase wie Wasserstoff oder Biomethan ersetzt werden. Noch ist dieser Umbau allerdings viel zu unerprobt und somit noch Zukunftsmusik. Und auch der Fakt, dass sich nur 9,7 Prozent der Deutschen eine Hybridheizung aus Erdgas und Solarthermie wünschen, ist enttäuschend. Zwar lag diese Zahl vor einem Jahr noch bei nur 4,1 Prozent – betrachtet man allerdings die Tatsache, dass diese Kombination bereits lange ein erprobter Klassiker ist, sind 9,7 Prozent immer noch recht wenig.

Gute Orientierung durch BAFA-Zuschüsse

Ein guter Weg, sich für das passende Heizsystem zu entscheiden, ist, einen Blick auf die Liste der BAFA-Zuschüsse zu werfen. So gibt es für Gasheizungen, die für den Einsatz erneuerbarer Energien vorbereitet sind, 20 Prozent Zuschuss. Für Gas-Hybridheizungen und auch für Solarthermie gibt es sogar 30 Prozent. Hausbesitzer, die komplett auf erneuerbare Energien setzen, bekommen den höchsten Zuschuss: 35 Prozent sind hier möglich. Zu den erneuerbaren Energieträgern zählen die Wärmepumpe, Pelletheizung oder Holzheizung. Alle Eigentümer, die ihre Ölheizung ausmustern, erhalten auf die Zuschüsse sogar noch einmal zehn Prozent oben drauf. In Sachen Umweltschutz lässt eine Kombination aus Gasheizung und Solarthermie noch viel Luft nach oben. Um aber das perfekt zum Haus passende Heizsystem zu finden, sollten sich Hausbesitzer ausführlich informieren und beraten lassen, vor allem in Hinblick auf die mögliche Förderung. Denn auch im Altbau zum Beispiel gibt es viele Varianten, oft bietet sich hier eine Hybridheizung an.