Mit der Ausbreitung des Corona-Virus wächst auch die Unsicherheit von Arbeitgebern und -nehmern, in medizinischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht.

Welche Symptome begleiten das Corona-Virus?

Häufige Symptome sind Fieber, trockener Husten und Abgeschlagenheit. Auch wurde von Patienten mit Atemproblemen, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost berichtet.

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Allerdings sollte dies nur bei einem begründeten Verdacht und nicht zwangsläufig beim Auftreten leichter Symptome erfolgen. Wer die Vermutung hat, infiziert zu sein oder Kontakt mit einer infizierten Person gehabt zu haben, darf auf keinen Fall einfach von der Arbeit zu Hause bleiben. In diesem Fall muss der Arbeitgeber informiert werden. Dieser kann entscheiden, ob er den Arbeitnehmer freistellt.

Wer beantwortet medizinische Fragen?

Für medizinische Fragen empfiehlt es sich, zunächst beim Hausarzt anzurufen oder die bundesweite Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 zu wählen. Auch die unabhängige Patientenberatung Deutschland (Tel.: 08000/0117722) und das Bundesgesundheitsministerium (Tel.: 030/346465100) haben Hotlines geschaltet. Wirtschaftsbezogene Fragen beantwortet das Bundeswirtschaftsministerium unter der Telefonnummer 030/186151515.

Was ist Aufgabe des Arbeitgebers, um seine Mitarbeiter zu schützen?

Arbeitgeber sind nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) dazu verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, die ihnen möglich und zumutbar sind, um die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Dazu gehören bestimmte Verhaltensregeln oder das Anordnen von Heim- und Kurzarbeit. Die Arbeitnehmer müssen jede erhebliche Gefahr unverzüglich melden und den arbeitsschutzrechtlichen Weisungen des Chefs folge leisten.

Kann bei Auftragsengpässen in Zusammenhang mit der Krise Kurzarbeitergeld beantragt werden?

Ja, allerdings müssen vorher alle zumutbaren Alternativen erwogen und gegebenenfalls ausprobiert worden sein. Bei Rückfragen dazu hilft der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit telefonisch unter 0800/4555520 gebührenfrei weiter. Die wichtigsten Fragen klärt Heldenambau.de hier (https://www.heldenambau.de/magazin/blog/2020/04/01/die-wichtigsten-fragen-zur-kurzarbeit/)

Welche Fördermittel stehen zur kurzfristigen Liquiditätssicherung zur Verfügung?

Für Unternehmen, die noch keine fünf Jahre bestehen, kommen die ERP-Gründerkredit Startgeld-Betriebsmittelförderung oder der ERP-Gründerkredit Universell infrage. Diejenigen, die bereits länger als fünf Jahre bestehen, sollten sich über die KfW-Unternehmenskredite informieren. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite ist unter 0800/5399001 erreichbar.

Die Hausbanken können bei Bedarf auch auf das Bürgschaftsinstrumentarium zurückgreifen. Ergänzend zum ERP- und KfW-Angebot bieten auch die Landesförderinstitute zinsgünstige Finanzierungen an. Wirtschaftlich gesunden Unternehmen können Bürgschaften für Betriebsmittelkredite zur Verfügung gestellt werden. Eine Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.